Vorsicht vor Betrugsmaschen am Telefon

Vorsicht, Betrug! Der Schockanruf – ein emotionales Spiel mit der Angst

Der sogenannte Schockanruf ist eine der häufigsten Betrugsmaschen. Dabei erzählen Betrügerinnen und Betrüger ihren Opfern unterschiedlichste Geschichten, die alle eines gemeinsam haben: Sie machen Angst und setzen die Betroffenen emotional unter Druck. Ziel ist immer Geld oder Dinge, die zu Geld gemacht werden können, z. B. Schmuck.

Die Anrufenden täuschen eine Notsituationvor. Sie geben sich z. B.

  • als angebliche Verwandte aus, die einen schweren oder sogar tödlichen Unfall verursacht haben und nur durch eine Kaution in Form von Bargeld oder Schmuck verhindern können, in Haft zu gehen, oder
  • die nach einem Unfall Geld für eine Operation benötigen.

Die Täterinnen und Täter erklären anschließend, wann und wo die Übergabe vom Geld oder Schmuck stattfinden soll. Kam der Anruf über Ihr Handy, versuchen sie ihre Opfer bis zur Übergabe in der Leitung zu halten. Hintergrund: Sie sollen in der bewusst erzeugten Schockstarre bleiben und keine Möglichkeit haben, mit jemandem über ihre Lage zu sprechen.

Die Kriminalprävention rät:

  • Sie haben den geringsten Zweifel? Dann legen Sie auf. Das ist nicht unhöflich. Es gibt Ihnen die Möglichkeit durchzuatmen und sich zu sortieren.
  • Beenden Sie das Gespräch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet oder fordert und Sie unter Druck setzt.
  • Übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertsachen an Unbekannte.
  • Vergewissern Sie sich, dass es sich bei der Anruferin oder dem Anrufer wirklich um einen Verwandten handelt: Rufen Sie über die Ihnen bekannte oder selbst herausgesuchte Rufnummer zurück.
  • Fordern Sie die Person am Telefon grundsätzlich dazu auf, den eigenen Namen selbst zu nennen.
  • Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.
  • Rufen Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie eine Strafanzeige.
  • Informieren Sie unverzüglich Ihre Bank, um Überweisungen zu stoppen oder rückgängig zu machen.